Loslassen

Ja habe ich

Und hat es funktioniert? Es ist gar nicht so einfach. Je mehr man sich anstrengt an etwas nicht zu denken, umso mehr wandert die Aufmerksamkeit hin, auch wenn nur ein kleiner Teil ist, wenn es nur „daran denke ich jetzt nicht“, ist. Trotzdem die Aufmerksamkeit ist dort und das ist kontraproduktiv. Es gibt drei Punkte, drei Dinge, die Sie tun können, die Ihnen helfen können. 

1. Frieden schließen

Frieden schließen mit der Vergangenheit. Schon wieder so ein Schlagwort. Hört man ständig. Die die es geschafft haben fühlen sich befreit und glücklich. Der Großteil schafft es nicht, da einem niemand sagt wie man das machen kann. Es gibt einen einfachen Trick. Aber wie alle Tricks muss man auch diesen immer wieder, konsequent, bei jeder Gelegenheit anwenden und vor allem üben. Klingt nach Vokabel pauken. Ist es aber nicht. Denn im Gegensatz zum Vokabel lernen, bringt der „Friedensschluss Trick“ etwas. Es ist auch mehr eine Entscheidung als ein Trick. 

Also, immer wenn ein Gedanke auftaucht, den Sie eigentlich loslassen möchten, dann sagen Sie sich ganz bewusst: “Ich entscheide mich mit … (dem Gedanken, Ereignis…) Frieden zu schließen.“ Das dauert einige Zeit und ist vor allem am Anfang mühsam aber es wird immer leichter. Dann beginnt man sich von der Vergangenheit zu lösen und es sich in der Gegenwart gemütlich zu machen und Pläne für die Zukunft zu schmieden. 

2. In der Gegenwart leben

Im Hier und Jetzt leben. Entscheiden Sie sich dazu, jeden Moment bewusst zu erleben. Bewusst diese Zeilen zu lesen. Dann bewusst zum Nächsten gehen. Was spüren Sie, wie fühlt es sich an. In jedem Moment.

3. Spitzwegerich

Wenn Sie wollen, trinken Sie Spitzwegerichtee. Spitzwegerich? Ja, diese Heilpflanze hat es in sich. Sie hilft dabei sich von Altem, unbrauchbarem zu trennen. Sie öffnet den Geist für Neues. 

Warum ist es eigentlich so schwierig

 Altes loszulassen. Das liegt an unserem Gehirn. So wahnsinnig beeindruckend es auch ist. So sehr kann es uns auch im Wege stehen. Z. B. kann es nicht zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unterscheiden. Für das Gehirn ist immer alles die Gegenwart. 

Und Emotionen, die wir haben, steuern wie wir uns fühlen, wozu wir in dem Moment in der Lage sind und das beeinflusst auch unsere Zukunft. Paul Enkmann schreibt in seinem Buch:“Gefühle lesen“ z.b. darüber, dass wir, wenn wir eine Emotion empfinden für geraume Zeit nicht in der Lage sind selbst zu bestimmen, was wir wahrnehmen wollen. Mit anderen Worten. Sind wir wütend, dann nehmen wir nur Dinge wahr, die unsere Wut bestärken. Erst wenn genug Zeit vergangen sind, sind wir auch wieder in der Lage die Wut zu überdenken. Diese Wut im Kopf beschäftigt uns, im Falle der Wut auf Vergangenes, völlig unnötig, denn ändern kann man die Vergangenheit sowieso nicht mehr.