9 Tipps zum Entspannen in der Badewanne

Dem Geheimnis, dass Baden nicht nur sauber macht, sondern viel mehr kann, waren die Römer bereits in der Antike auf die Schliche gekommen. Sie steigerten ihr Badevergnügen, indem Sie dem Wasser duftende Essenzen und pflegende Stoffe zufügten. 

Die Wärme des Wassers und sein sanfter Druck auf den Körper lockern wie eine Massage unsere Muskeln und lassen Stress schmelzen. Neben Überarbeitung rauben uns auch negative Gefühle, Gedanken und Sorgen den Schlaf und verhindern allgemein, dass wir altes loslassen und uns entspannen. Die körperlichen Auswirkungen sind nicht zu verachten aber es ist die Seele, die auf ihr Recht auf Erholung pocht.

1. Badezeit

Die Zeit, die sich besonders anbietet, ist die vor dem Schlafen gehen. Einfach, weil ein warmes Bad müde macht und wir dank ihr leichter in einen erholsamen Schlaf hinübergleiten können.

2. Die richtige Temperatur und Badedauer:

Wer eine entspannende Wirkung im Sinn hat, dessen Badewasser sollte nicht zu kühl sein. Wärme ist das Zauberwort. Genauer gesagt 36°C – 38°C. Bei genau 36 Grad schmelzen besonders Muskelverspannungen. Eine höhere Badetemperatur ist nicht zu empfehlen, da sie das Herz-Kreislaufsystem belastet, was den entspannenden Effekt zunichtemacht. Mit einer Badedauer von 15 bis 20 Minuten ist man auf der sicheren Seite, wenn man nicht riskieren möchte, dass der Kreislauf kollabiert. Der Blutdruck sinkt nämlich beim aus der Wanne steigen unter Umständen zu schnell ab. Wollen Sie länger im wohligen Nass bleiben? Dann nehmen Sie kein Vollbad, sondern ein Dreiviertel Bad. Sprich, das Wasser reicht Ihnen nicht bis zum Hals, sondern nur bis zur Brust. Die Menge macht den feinen Unterschied, da weniger Wasser automatisch die Reizmenge die auf den Körper wirkt verringert, steht einem längeren Badevergnügen nichts im Wege. 

3. Verwenden Sie Duft-Essenzen

Ätherische Öle oder Blüten beschleunigen nicht nur den Entspannungszustand, sondern wirken sich zusätzlich, wie durch die Aromatherapie bekannt positiv auf das allgemeine Wohlbefinden aus. Bekannte Entspanner unter den Düften sind Lavendel, Rose, oder Jasmin. Träufeln Sie einige Tropfen in die bereits halbvolle Wanne. Während die Wanne vollläuft, beginnen die Düfte bereits ihre Wirkung zu entfalten. Entspannend können jedoch nur die Düfte sein, die Sie als angenehm empfinden. Das Motto lautet: sich zu keinem Duft zwingen, aber jedem eine Chance geben. Ich habe z. B. eine persönliche Abneigung gegen Lavendel. Kommt er aber in sehr verdünnter Form, wie in der Badewanne, daher haftet dem Geruch jedoch etwas von Urlaub an. Im Anschluss an Tipp 9 gebe ich Ihnen eine kurze Einführung in die großen Entspanner unter den ätherischen Ölen und stelle Ihnen natürliche Badezusätze vor, die einerseits den Schlaf fördern und andererseits weder den Geldbeutel noch die Haut belasten.

4. Licht

Bei grellem Neonlicht kann man sich nicht entspannen. Gedämpftes Kerzenlicht erweist Ihnen hier einen viel besseren Dienst. 

5. Raumtemperatur

Heizen Sie das Badezimmer auf wohlige 20 bis 30 Grad auf. Damit die entspannende Wirkung keiner Gänsehaut weicht.

6. Gedanken kreisen

Wir sind so überlastet, dass es uns sogar in der Badewanne schwerfällt einfach abzuschalten. Wenn die Gedanken kreisen, dann kreisen Sie einfach mit. Kreisende Bewegungen lenken nämlich ab und verführen unseren Geist dazu zur Ruhe zu kommen. Für die Badewanne bietet sich ein Body-Peeling an. Sich auf die kreisenden Bewegungen zu konzentrieren hilft nicht nur dabei abzuschalten, sondern belohnt Sie zusätzlich mit einer zarten Babyhaut.

7 Augen schließen

Die Augen können sich entspannen. Die Muskeln rund um die Augen werden weich und geben diesen zarten Ruheimpuls an Ihren ganzen Körper weiter. Schubsen Sie sich sanft in die richtige Richtung in dem Sie sich ein paar in Kamillentee getauchte Wattepads oder Gurkenscheiben auf die geschlossenen Augen legen.

8. Fluffiger Bademantel

Sich nach dem Baden in einen weichen Bademantel zu kuscheln verlängert die Wirkung der Entspannung ungemein. Beim Wort Wellnesshotel muss ich immer zuerst an flauschige Handtücher und Bademäntel denken. Alleine dieser Gedanke ist für mich schon entspannend. Das Gefühl sich Darum, kuscheln Sie sich in Söckchen und Bademantel, in eine Decke auf der Couch oder in Ihr Bett. Sie leben in einer Gegend mit sehr hartem Wasser? Davon kann ich ein Lied singen. Die flauschige Weichheit von Handtüchern ist nach spätestens zweimal Waschen Geschichte. Vor ein paar Jahren bin ich auf ein Hausmittel gestoßen, dass dem Problem Abhilfe bot. Auch das befindet sich weiter unten.

9. Baden in der Schwangerschaft

Baden in der Schwangerschaft gehört zu den schönen Dingen die man sich in diesem Zustand voller Wunder, Rückenschmerzen und begründeten und unbegründeten Sorgen, gönnen kann. Es entspannt nicht nur die werdende Mama, sondern auch das ungeborene Kind. Auf die Badedauer und -temperatur sollten Sie jedoch unbedingt achten. Nicht länger als 20 Minuten und nicht über 38°C. Denn eine höhere Temperatur kann vorzeitige Wehen auslösen und belastet den ohnehin schon beanspruchten Kreislauf zusätzlich.

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Düfte und andere Hausmittel

Da unser Geruchssinn eng mit unserer Stimmung und unseren Gefühlen verbunden ist, ist es naheliegend die Vorzüge der duftenden Öle und Kräuter zu genießen. Ätherische Öle werden aus Blüten, Wurzeln, Früchten, Nadeln usw. gewonnen. Sie können als reine ätherische Öle oder Parfümöle käuflich erworben werden. Es spricht aber auch nichts dagegen, in einem Meer aus Blüten oder dem duftenden Aufguss zu plantschen.

Sleep-Well-Bath

Amerikanisches Baderezept: Es wirkt beruhigend, krampflösend und gleichzeitig hautreinigend. 

100g Kamillenblüten und 150g Lindenblüten

Die Blüten werden gemischt und mit soviel kochendem Wasser übergossen, bis sie beeckt sind. Auf kleiner Flamme die Mischung 20 Minuten sanft kochen lassen. Dann abseihen und die Flüssigkeit ins heiße Badewasser geben. 

Besonders zu empfehlen, wenn man abends nervös, überarbeitet und entkräftet fühlt. Nach dem Bad sofort ins Bett legen. 

Hopfenblütenbad

Hilft besonders wenn man icht einschlafen kann. Zusätzlich stärkt und beruhigt es die Nerven. 

250g Hopfenblüten in ausreichende Menge in kochendes Wasser geben, umrühren und bei kleiner Flamme etwa 15 Minuten ganz schwach kochen lassen. Anschließend abseihen und die Flüssigkeit dem Badewasser zusetzten. 

Lavendel

Lavendel kann dabei helfen, das Nervensystem zu entspannen und Ruhelosigkeit, Reizbarkeit und Schlaflosigkeit zu lindern. 

Rose

Die Pflanze der Liebe und des Herzens. Ihr wird nachgesagt, Traurigkeit oder innerer Unruhe zu beschwichtigen und somit Anspannung und Sorgen entgegenwirken.

Kamille

Hat viele beruhigende Eigenschaften. Sie ist eine Heilpflanze deren positive Eigenschaften seit sehr langer Zeit bekannt und erfolgreich zum Einsatz kommen. Man sagt, dass sie erholsamen Schlaf fördert, weil sie Reizbarkeit, Grübeln und Sorgen abschwächt.

Weihrauch

Weihrauch ist ein Duft mit einer langen Geschichte und war bereits den Biblischen heiligen Drei Königen bekannt. Eingesetzt wird das aus einem Baum gewonnene Harz um den Geist zu entspannen und Anspannungen zu lösen. Deswegen hilft Weihrauch auch dabei, einen meditativen Zustand zu vertiefen.

Bergamotte

Diese Zitrusfrucht kann beruhigend und entspannend wirken. Aber nicht nur, dass sie innere Unruhe mindert sie verhilft auch zu neuer Energie. Steigert aber die Sonnenempfindlichkeit der Haut. Daher bitte nicht 12 Stunden vor einem Sonnenbad auf die Haut auftragen. 

Jasmin

Jasmin soll eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem haben, wodurch Sorgen abgeschwächt werden können, was die Stimmung hebt und neue Energie verleiht. 

Harte Frottee-Handtücher

Sie brauchen: 1 Teil Essig und 2 Teile Wasser.

Die Handtüchter 8 – 10 Stunden darin ziehen lassen. Dann in der Waschmaschine waschen und dem letzten Spülgang eine Tasse Essig und Weichspüler beifügen. 

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Quellen:
www.bachrescura.com/de-de/wellbeing-blog/aetherische-oele
www.duschmeister.de
www.kneipp.com/at_de/kneipp-magazin/know-how-rund-um-baden-und-duschen/das-bade-tutorial/

Stephanie Faber, das Rezeptbuch für Naturkosmetik, 24. Auflage. 
Kerzenwachs und Fliegengitter, Harald Dienstmann