Stress

Stress ist etwas über das laufend gesprochen wird, vor dem eindringlich gewarnt wird, das wie das Damoklesschwert über uns hängt und uns auf der ganzen Linie krank macht. Wenn es Ihnen wie mir geht, dann macht schon alleine das Lesen dieser Zeilen gestresst. 

Wozu der ganze Stress?

Grundsätzlich hat sich die Evolution sehr viel dabei gedacht, als sie uns mit Stress und der Reaktion darauf gesegnet hat. Uns Menschen gäbe es ohne Stressreaktionen gar nicht. Schlau gemacht Mutter Natur. Ein Waldbrand scheucht Tiere und Menschen vor sich her oder haben sie schon einmal jemanden gesehen, der seelenruhig wartet bis er von den Flammen eingeschlossen ist um sich dann mit einem glücklichen:“oh wie schön“, als Asche über dem Horizont zu verteilen? Wenn alle genetisch angelegten Muster funktionieren, werden Sie die Beine in die Hand nehmen.

Was passiert bei Stress?

 Im Moment einer Gefahr, schüttet unser Körper, seit Anbeginn der Menschheit, bestimmte Hormone aus, die bewirken, dass das Stammhirn mit seinem festgelegten Muster die Regie übernimmt. Das Großhirn, der denkende Teil, hat hingegen Sendepause. Es ist einfach keine Zeit um lange darüber nachzudenken was zu tun ist, ein Brainstorming abzuhalten, mit sich selbst zu diskutieren und die Möglichkeiten gegeneinander abzuwägen. Der Körper fährt gnadenlos alle wichtigen Systeme hoch und die unwichtigen herunter. Der Blutdruck steigt. Die Muskeln spannen sich an und werden mit Sauerstoff versorgt. Die Atmung wird flacher und schneller. Wichtig ist einzig das, was wir benötigen um auf der Stelle davon laufen, kämpfen oder uns zur Wehr setzten zu können. Unwichtig und störend sind nachdenken und z.B. die Verdauung. Die einzige Entscheidung, die wir in einem minimalen Zeitfenster treffen müssen lautet Flucht, Kampf oder tot stellen. Was zum Tragen kommt, hängt von der Situation und von den Erfahrungen ab die wir in vergleichbaren Situationen gemacht haben. 

Nach dem Stressmoment?

Wenn wir es geschafft haben und uns der viel bemühte Säbelzahntiger doch nicht zum Frühstück verspeist hat, läuft ein anderes Muster ab. Nämlich der Abbau des ganzen Hormonchaos und dem Entspannen der Systeme. Erholung ist angesagt. Gedacht ist Stress und die Reaktion darauf einzig um die Leistungsfähigkeit kurzfristig zu erhöhen. Als Reaktion auf Gefahr, z.B. laute Geräusche, komische Gerüche, Feuer usw. und nicht mehr. 

Stress in der modernen Welt

Die Evolution ist nur leider nicht so schnell wie unsere Welt. Der moderne Mensch ist ständig von Geräuschen, Licht, Lärm, Geblinke usw. umgeben, somit ständig im Stressmodus. Eine Stressart, die so nicht geplant gewesen scheint, ist Dauerbelastung durch ständige Bereitschaft, eine hohe Arbeitsbelastung, Radio, Fernsehen und welche Möglichkeiten uns die Technik noch so bietet. Wer sich nach einem langen Arbeitstag auf die Couch pflanzt und sich vom Fernseher berieseln lässt, tut sich nichts Gutes. Stresshormone und -symptome verlassen unseren Körper am schnellsten durch körperliche Bewegung. 

Wer ist Schuld am Stress?

Stress entsteht grundsätzlich durch die Emotionen, die man einem Reiz entgegenbringt. Sanftes Meeresrauschen wird von den meisten als angenehm empfunden, eine laute Nachbarschaft ohne, die Möglichkeit umzuziehen, wird zur Belastung und macht auf Dauer krank. Was für den Einzelnen zum negativen Stress wird, hängt von der Persönlichkeit und den Lebensumständen ab. Je länger die Stressphase gedauert hat, desto länger muss die Erholungsphase sein. Sonst wird man krank. Das ist wie das Amen im Gebet.

Positiver Stress?

Herzrasen, das Gehirn setzt aus, man ist nervös, angespannt, das sind typische Reaktionen auf Stress aber nicht nur auf negativen Stress. Für mich hört sich das ganze auch nach dem berühmten ersten Date an. Je größer das Interesse am Gegenüber, desto gestresster fühlt man sich, oder nicht? Hier kommen sich dann der untere Pfad, der der uns zu einem vorgegebenen Verhaltensmuster verdonnert und der obere Pfad, der dafür sorgt, dass wir unser Verhalten kontrollieren, uns möglichst nicht daneben benehmen, unsere Triebe so weit wie möglich unterdrücken, besonders beeindruckend in die Quere. Dieser Tanz unseres Gehirns auf zwei Hochzeiten hilft tatkräftig mit, dass eine erste Verabredung nicht immer nach Wunsch verläuft. Es gibt also auch positiven Stress. Keine Angst, dazu müssen Sie nicht in jedes Fettnäpfchen treten, dass Sie finden können. Positiver Stress entsteht aus einer großen Motivation und Leidenschaft heraus. Nicht nur für einen Partner, sondern auch für ein Projekt.

Gestresst was tun?

 Für uns ist nicht nur wichtig zu wissen was uns stresst, sondern auch wie wir diesen wieder abbauen können, bevor körperliche oder psychische Folgen entstehen, die sich wie eine Spirale immer mehr verstärken. Einflüsse wie Angst können zu einer Sensibilisierung führen und dazu, dass ein bestimmter Stressor eine stärkere Reaktion hervorruft als früher. Eine Stress-Sensibilisierung kann zum Beispiel durch ein Trauma entstehen wie bei einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Erste Hilfe bei Stress:

Die wichtigsten Fragen von allen sind: Was sind meine Stressauslöser und wie kann ich sie loswerden. Manchmal ist es nicht möglich diesen Stressauslösern völlig aus dem Weg zu gehen. Was dabei hilft, die unangenehmen Begleiterscheinungen von Stress abzubauen, ist individuell verschieden. Dem einen reicht ein bisschen frische Luft, der andere muss drei Stunden Holzhacken oder joggen gehen. 

Ein paar Tipps zum sofortigen Stressabbau wären z. B. 

  • eine spontane Pause einzulegen
  • sich kontrolliert abzureagieren 
  • sich auf etwas anderes zu konzentrieren, indem man aufmerksam aus dem Fenster schaut
  • Lärmquellen wie Radio oder Telefon abdreht.

Um chronischen Stress zu vermeiden habe ich gute Erfahrungen damit gemacht,

  • weniger Punkte auf meine To-do-Liste zu schreiben,
  • Arbeit zu delegieren 
  • Kontakte zu stressigen Menschen zu reduzieren oder abzubrechen.
  • Arbeiten in wichtig und unwichtig zu trennen.
  • Es bringt auch sehr viel, Konflikte aktiv anzugehen und so aus der Welt zu schaffen.
  • Einkaufen gehen, wenn nicht alle einkaufen gehen, kann einem vor stressigen Menschenansammlungen bewahren.

Allerdings gibt es auch Stressauslöser, die man nicht ändern kann. 

Am Empfehlenswerttesten ist es dann die eigene Einstellung zu den Dingen zu ändern. Der Kopf steuert einen entscheidenden Teil der Stressreaktion und die Auseinandersetzung mit den eigenen Einstellungen lohnt sich vor allem deshalb, da viele der heutigen Stressfaktoren psychischen Ursprungs sind. Oft liegen die Stressauslöser in einem so minimalen Bereich, dass objektiv gesehen nichts da ist, was stressen könnte. Dennoch sind Menschen dieses psychischen Schlages bis in die Haarspitzen gestresst und oft reicht der Gedanken an eine bestimmte Situation, um in Panik zu verfallen und sich nicht mehr entspannen zu können. In Situationen wie diesen habe ich gute Erfahrungen mit Kräutern gemacht. Leider gibt es kein Patentrezept, sondern es kommt tatsächlich auf die Begleitumstände an. Jemand der unter wenig Selbstbewusstsein leidet, braucht z.B. Rosmarin, Knoblauch, Chili, Kamille und Pfeffer. Ein ohnehin überschäumendes Temperament würde mit dieser Kräutermischung erst recht hochkochen. 

Das um und auf ist wie so oft im Leben, die Änderung der eigenen Einstellung. Denken Sie über Ihr Verhalten nach. Nicht um es zu Beurteilen, sondern um es zu kennen und zu verstehen. Einfach ein sachliches darüber nachdenken. Haben Sie Zukunftsängste, sind Sie überfordert, verlangen Sie zu viel von sich? usw. 

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